[FR] Action Days gegen Vertreibungspolitik, für mehr Wagenplätze!

Action Days vom 19.09. – 22.09.2013. Ein Wagenplatz, ein Wagenplatz, ein neuer Wagenplatz muss her in Freiburg und da dieser noch immer nicht in Sicht ist, wird es wieder einmal mehr Zeit Bewegung in das Wagenleben zu bringen. Daher rufen wir euch alle auf, euch auf den Weg zu den Action Days vom 19.9- 22.09.2013 in Freiburg zu machen.

Seit das “Kunst-Kultur-und Wagenkollektiv Kommando Rhino” vor nun zwei Jahren gewaltsam geräumt wurde, gibt es für viele von uns keinen Platz mehr um einfach sein zu können. Die Politik der Freiburger Stadtverwaltung macht uns das Leben schwer; wir werden schikaniert, bei privater Grundstückssuche blockiert und sobald wir am Straßenrad stehen, vertrieben. Wir finden es aber extrem wichtig zusammen zu leben, uns solidarisch zu organisieren und einen Freiraum zu schaffen, der uns und anderen Entfaltungsmöglichkeiten abseits der vorherrschenden Verwertungslogik bietet.

Seit dem 7. Juli stehen wir, die Wagengruppe “Sand im Getriebe” auf einem Parkplatz an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg Littenweiler und konnten eine Duldung bis zum 15. September erwirken. Das ist eine kurze notwendige Verschnaufpause, aber immer noch keine Lösung.

Wir rufen zu Aktionstagen vom 19.-22. September 2013 auf, weil wir einen neuen Wagenplatz in Freiburg brauchen.

Gemeinsam können wir mehr erreichen und „sollte es trotz der friedlichen Haltung unsererseits zu einer Eskalation seitens der Politik kommen, werden wir Mittel und Wege finden, angemessen darauf zu reagieren“. Also kommt vorbei und unterstützt uns bei unserem Gerangel mit der pseudo-grünen Kackscheiße und dabei die Welt ein bisschen schöner, liebevoller und freier… zu machen.

Last Freiburg euren Diesel riechen.

Kommt alle, kommt vorbei ob mit oder ohne Laster.

Für mehr “LasterLeben” in Freiburg und überall.

Infos: sandimgetriebe.noblogs.org

Träumen Tanzen Kämpfen

Aufruf zur Nachttanzdemonstration am 09. August 2013 in Mainz 19 Uhr HBF

In den vergangenen Jahren wurden von verschiedenen regionalen Gruppen und Initiativen unkommerzielle Freiräume und Wohnmöglichkeiten gefordert! Heute müssen wir jedoch feststellen, dass diese Forderungen keineswegs erfüllt wurden!

Deshalb tragen wir am 9. August 2013 unsere Anliegen erneut auf die Mainzer Straßen und kämpfen für unser Recht auf Leben abseits des kapitalistischen Normalzustandes, frei von jeglichen menschenverachtenden Ideologien. Dieses Jahr werden wir uns nehmen was wir brauchen!

Obwohl mit den Nachttanzdemonstrationen 2010, 2012 und der Besetzung der Oberen Austraße 7, die Stadt und ihre Bevölkerung bereits auf die Thematik aufmerksam gemacht wurden, hat sich in Mainz wenig verändert. So ist die Problematik noch immer akut. Deshalb kritisieren wir, dass die Stadtregierung zwar sehr gut mit Abrissbirnen und profitorientierten Großprojekten umgehen kann, jedoch außer leeren Versprechungen nur vorgespieltes Interesse am Beheben der Missstände zeigt. Hervorzuheben ist hierbei die von der Stadt instrumentalisierte Zwischennutzungsagentur “Schnittstelle5″, welche nur als ein weiterer Beleg für die Ignoranz der Stadt gegenüber unseren Forderungen zu werten ist. Denn die Politik ermöglicht gesellschaftlichen Raum nur innerhalb ihrer Strukturen und macht uns damit von ihr abhängig. Dies steht in direktem Widerspruch zu unseren Vorstellungen einer emanzipierten Gesellschaft.

Während die Stadt Prestigeprojekte wie die Bauvorhaben an Winterhafen, Zollhafen und Ludwigstraße fördert, werden Bemühungen emanzipatorische, selbstverwaltete Projekte zu schaffen und zu erhalten unterbunden. Die hieran festzumachende gesellschaftlich tolerierte Ausbreitung der Wachstums- und Profitorientierung führt zu einem immer stärkeren Bedürfnis nach diskriminierungsfreien und vom Konsumzwang losgelösten Schutzräumen.

Nicht nur der öffentliche, sondern auch der private Raum wird von diesen Entwicklungen beeinflusst. Steigende Mieten verschlechtern die Wohnsituation, indem sie zu Verdrängung, Prekarisierung und Zwangsräumungen führen. Parallel entstehen an genannten Orten städtisch tolerierte und geförderte Objekte, die sich nur die in der Gesellschaft Bessergestellten leisten können. Dies steht in einem krassen Missverhältnis zu den tatsächlich benötigten Wohnungen.

Wir setzen uns für eine Abkehr von der profitorientierten Stadtplanung ein. Nur so ist es möglich, den städtischen Raum nicht zu einem exklusiven Gut verkommen zu lassen und allen Menschen ein Leben im innerstädtischen Raum zu ermöglichen. Denn Stadtentwicklung muss vielfältigen und offenen Raum für alle ermöglichen.

Diese Prozesse sind bei Weitem kein Mainzer Problem: Ausnahmslos alle Städte, seien es Berlin oder Hamburg, Köln oder Freiburg, Frankfurt oder Wiesbaden, sind von der fortschreitenden Gentrifizierung akut betroffen. Die kommerzielle Aufwertung des Wiesbadener Westends und die Räumung des Instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI) in Frankfurt sind nur zwei Beispiele hierfür. Wir stellen uns entschieden gegen das Zerschlagen und Kriminalisieren der gesellschaftlichen Kämpfe, gegen Gentrifizierung und solidarisieren uns mit den emanzipatorischen Bewegungen für eine lebenswerte Stadt.

Deshalb rufen wir dazu auf, am 9. August 2013 zusammen zu demonstrieren und unser aller Anliegen auf die Straßen, Plätze und in die Köpfe der Stadt zu tanzen!

Wir lassen uns nicht einschüchtern!

Wir fordern unkommerziellen Wohnraum, autonome Freiräume und ein Recht auf Stadt für alle!

Weitere Infos: http://traeumentanzenkaempfen.noblogs.org/

[RT] Soli-Erklärung der Zelle mit dem AZ Köln

Seit über drei Jahren besteht nun das Autonome Zentrum (AZ) in Köln. Aus einer Besetzung entstanden, bietet es seit dem einen selbstverwalteten Raum für emanzipatorische Politik, Kunst und Kultur. Monatlich finden zwischen 50 und 100 Veranstaltungen statt. Doch der Nutzungsvertrag wurde von der Besitzerin des Gebäudes, der Sparkasse, auf Verlangen der Kölner Stadtverwaltung zum 30. Juni ersatzlos gekündigt.

Nach dem IvI in Frankfurt und dem Binz-Areal in Zürich soll nun ein weiteres Zentrum innerhalb kürzester Zeit verschwinden.

ObwoNach dem IvI in Frankfurt und dem Binz-Areal in Zürich soll nun ein weiteres Zentrum innerhalb kürzester Zeit verschwinden.hl die Zelle schon ein paar Jahre älter ist, wissen wir nur zu gut wie anstrengend Auseinandersetzungen mit Stadtverwaltung und Polizei sein können. Gerade in letzter Zeit hat sich der Konflikt, wenn auch nicht so sehr wie in Köln, wieder zugespitzt, da die Reutlinger Stadtverwaltung der Zelle eine Gaststättenkonzession aufzwingen will. Diese würde jedoch einen nicht hinnehmbarer Eingriff in die Selbstverwaltung darstellen! Gleichzeitig macht die Polizei Besucher*innen und Aktiven der Zelle das Leben durch ständige Kontrollen und Anzeigen schwer.

Dieses Jahr wird die Zelle 45 Jahre alt. Auch dem AZ Köln wünschen wir, dass es ebenso lange und noch viel länger bestehen bleibt!

Schon vor zwei Jahren hatten sich viele Menschen mehrere Tage lang hinter Meter hohen Barrikaden im AZ verschanzt. Damals wurde die Räumung im letzten Moment abgewendet und ein unbefristeter Nutzungsvertrag ausgehandelt. Das schaffen wir nochmal!

Solidarische Grüße gehen raus an das AZ Köln und alle selbstverwalteten Zentren.
Eine Räumung wird es nicht geben!
Wir nehmen uns was wir brauchen!

Galerie Zelle e.V., Juni 2013

kulturschock-zelle.de

[RT] Spontane Demonstration wegen Räumung des IvI

In den späten Abendstunden versammelten sich 30-35 Sympathisant*innen in der Reutlinger Innenstadt, um ihren Frust gegenüber der heute Morgen stattgefundenen Räumung des IvI (Institut für vergleichende Irrelevanz – Frankfurt) auf die Straße zu tragen.

Mit Farbbomben, Pyrotechnik und Transparenten zogen die Demonstrant*innen lautstark durch die Innenstadt. Dabei wurden an die vorbeigehenden Passanten*innen Infoflyer zur Räumung des IvI verteilt. Der Polizei, welche erst einige Minuten nach der Auflösung der Demo eintraf, konnte dabei keine Personalien der Teilnehmer*innen feststellen.

Wir verstehen diese Demonstration gleichzeitig als Aufruf dazu, sich an der Tag-X + 1 Demo, am Dienstag in Frankfurt zu beteiligen!

Kommt also alle am Dienstag um 18:00 Uhr an den Kaisersack nach Frankfurt (Weitere Infos unter: ivi.copyriot.com)

Solidarische Grüße nach Frankfurt

Autonome Menschen aus Reutlingen/Tübingen

[Ffm] Bericht zur IvI-Räumung

Heute in den frühen Morgenstunden umzingelte die Polizei in einem Großaufgebot das IvI, ohne dass ihnen dieses jedoch widerstandlos überlassen wurde. Erst kurz vor 9 Uhr hatten die Bullen die rund 200 Aktivist*innen vorm Haus verdrängt und flexten sich hinein. Anschließend brauchten sie nochmals fast eine Stunde um die letzten Besetzer*innen heraus zu tragen. Heute um 16 Uhr findet an der Galluswarte eine Sponti statt. Morgen findet die Tag X+1 Demo statt (18 Uhr / Hbf). Wir sind traurig, wütend und wollen statt Franconufurt mit Bullen ein, zwei, drei viele neue Häuser!

Heute gegen 7 Uhr begann die Polizei mit mehreren Hundertschaften, Räumfahrzeugen, Feuerwehrwägen, einem kleinen SEK (Sondereinsatzkommando) und fünf LKWs voller Hamburger Gitter, das IvI zu räumen. Bereits gegen viertel vor 5 waren mehrere Einsatzfahrzeuge Richtung Bockenheim/Westend gefahren, blieben dann aber in Seitenstraßen stehen, bis die Polizei ihr Großaufgebot aufgefahren hatte. Die ersten Einsatzfahrzeuge und Hundertschaften konnten für einige Minuten aufgehalten werden, ein LKW blockierte ungewollt zwischenzeitlich die komplette freie Fahrspur.

Dann kamen aber einfach zu viele Bullen um die Straße noch zu halten, so dass sich Aktivist*innen auf den Trottoir und den Kettenhofweg zurück zogen. Dort ließ die Polizei die Menschen auch noch längere Zeit stehen, während sie einen Zaun aus Hamburger Gittern rund ums IvI und über die komplette davor liegende Senckenberganlage errichtete. Zwischenzeitlich kam es zu Auseinandersetzungen als Bauzäune den Einsatzablauf störten, hierbei wurde kurzzeitig eine Person in Gewahrsam genommen, nach Personalienfeststellung aber wieder frei gelassen.

Generell schien die Frankfurter Polizei (wie sie ja bereits im Vorfeld beteuerte) kein Interesse an einer Eskalation zu haben – jedoch war sie doch gerne willfähriger Helfer als die Gerichtsvollzieher gegen 8 Uhr es ihnen ermöglichten das IvI zu räumen. Nach weit mehr als drei Durchsagen fingen die ersten Hundertschaften an die in Ketten stehenden und teilweise von Transpis geschützten Aktivist*innen anzugehen. Mit Schildern, Nierenschlägen, einem Headbut mit Helm und gut gepanzert konnten sie nach einigem Hin und Her die meisten Menschen vorm Haus abdrängen. Dabei zeigte sich, dass es den Bullen gar nicht daran lag die Menschen vorm Haus in Gewahrsam zu nehmen, wie sonst so häufig in Frankfurt, sondern alle außerhalb des Zauns auf die Senckenberganlage ohne Weiteres zu „entlassen“.

Kurz vor 9 Uhr flexten sich die Bullen ins Haus, trafen dort auf alles mögliche an Barrieren und brauchen nochmal fast eine Stunde um die letzten Besetzer*innen heraus zu tragen. Bei diesen wurden ebenfalls „nur“ und vorläufig die Personalien festgestellt.

Parallel zu den letzten Raumnahmen der Polizei im ehemalig Institut für vergleichende Irrelevanz, kam es zu einer spontanen und symbolischen Besetzung des fast leer stehenden Uni Gebäudes Flat, gegenüber vom IvI.

Franconofurt-Geschäftsführer Christian Wolf, der sich gar nicht über das „riesige Chaos“ in seiner neu eingenommen Immobilie freute, wird diese jetzt erstmal „stilllegen und zumauern“ lassen in der Hoffnung das Ruhe einkehrt. Ob das dem Denkmalschutz entspricht und die Fassade nicht zu schaden kommt ist ebenso fragwürdig wie der von Wolf angekündigte Gebäudeschutz, der -so die Hoffnung- bei dem Risikokapital einige Jahre viel zu tun haben wird.

Heute wird um 16 Uhr eine Spontandemo von der Galluswarte starten.

Morgen startet die überregional angekündigte Tag X+1 Demo gegen 18 Uhr am Kaisersack, Hauptbahnhof Frankfurt.

bleibt aktiv und stabil – passt auf euch auf – …ihr nahmt uns das IvI ab, jetzt machen wir die City(s) platt!

informiert euch auch weiter über

die IvI-Homepage oder aktuell auf twitter